DAS KÄTHCHEN VON HEILBRON | Schauspiel Köln

Das Käthchen von Heilbronn
Foto: Thomas Aurin
Das Käthchen von Heilbronn
Foto: Thomas Aurin

„Schütze mich Gott und alle Heiligen“, so die finalen Worte von Kleists Protagonistin. In der Inszenierung von Stefan Bachmann bestätigen sie freilich nicht die endgültige Glücksfindung des Feuer-und-Wasser-Paares Käthchen und Graf vom Strahl.

Die wäre ohne ironische Brechungen heute auch kaum noch zu vermitteln. Der Intendant sucht auf Olaf Altmanns spektakulär hochgewölbter Riesenfläche mit viel Theaterspektakel nach einer inszenatorischen Lösung. Es gibt auch einige schöne, doch meist selbstzweckhaft wirkende choreografische Details, für Birgit Walter (Kunigunde) mal endlich wieder eine angemessen große Rolle, freilich leicht hysterisiert. Drumherum etliche darstellerische Lichtblicke. Bruno Cathomas wirkt mit seiner körperfesten Erscheinung eigentlich wie ein in sich ruhender Charakter, bei Bachmann muss er jedoch einen fast weinerlichen, mutterhörigen Mann markieren, der dann am Ende aber doch noch pubertierend den starken Kerl markiert. Was findet Käthchen an diesem Weichei? Auch wenn Julia Riedler kein sich romantisch verströmendes Mädchen gibt: ihre seltsame Herzensverausgabung wird von der Regie nicht beleuchtet oder gar erleuchtet. Ihr ruppiger Abgang wirkt nicht wie eine logische Entscheidung, sondern wie ein rabiater Theatercoup.

CZ

Dienstag, 09.12.2014

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