DIE HEIMLICH EHE | Staatenhaus

Il matrimonio segreto | Staatenhaus
Foto: Paul Leclaire
Il matrimonio segreto | Staatenhaus
Foto: Paul Leclaire

von Domenico Cimarosa

Cimarosa und Mozart lebten in etwa zeitgleich. Doch welch unterschiedliche Musikerpersönlichkeiten! Wo Mozart über Ausdruckskonventionen weit hinaus geht, werden sie von Cimarosa ausgiebig bedient. Das gilt auch für die aus Innsbruck übernommene „Heimliche Ehe“. Dass man dennoch einen höchst vergnüglichen Abend erlebt, dankt man dem das Gürzenich-Orchester auf sprudelndes Brio einschwörenden Dirigenten Gianluca Capuano, welcher die Rezitative selber kapriziös am Cembalo begleitet. René Doucet wiederum hat sich einen leicht verrückten Inszenierungsansatz einfallen lassen. Bis das heimlich verheiratete Paar Carolina/ Paolino glücklich zusammen findet, sind ja allerlei Barrieren zu überwinden. Oft geschieht das mit viel Lärm um nichts oder fast nichts. Das ständige Gezeter und Gezanke der Protagonisten hat dem Regisseur nun also die Idee eingegeben, die Handlung auf einem Hühnerhof spielen zu lassen (köstlich pittoresk ausgestattet von André Barbe). Nach einer tieferen Sinndeutung sollte man bei diesem hochgradig buffonesken Konzept nicht suchen, aber eine solche gibt das Werk selber auch gar nicht her. Hochschäumender Buffo-Geist – nicht mehr und nicht weniger, aber durchgehend wirkungsvoll, auch dank der wunderbaren, aufgekratzten Sänger. CZ

Sonntag, 24.06.2018

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