Deutsch-Griechisches Theater: "Wildkraut" Yannis Tsiros

Wildkraut | Deutsch-Griechisches Theater
Foto: DGT
Wildkraut | Deutsch-Griechisches Theater
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Tipp unserer Rezensentin - Weitere Termine vom 19. bis 21. Mai

Was ist mit Wolfgang passiert? Wer hat ihn umgebracht? Was hat Stavros, der Besitzer der Imbissbude, damit zu tun? Und was weiß seine Tochter Haroula? Die Polizei überflutet das griechische Urlaubsparadies. Der Strand an der Ägäis wird auf den Kopf gestellt. Von seiner Bude aus schaut Stavros zu, wie die Ermittler jedes Sandkorn einzeln umdrehen. Dabei macht er sich laut Gedanken über die Kluft zwischen Arm und Reich, zwischen den vermögenden Urlaubern aus Deutschland und den schuftenden Arbeitern, wie er selber, ohne die dieses Idyll gar nicht möglich wäre. Haroula hört ihm geduldig zu, macht sich jedoch ihre eigenen Sorgen. Schnell wird klar: Sie hat etwas zu verbergen. hat. Zum 30. Geburtstag des DGT hat Regisseur Kostas Papakostoupolus das Erfolgsstück des griechischen Gegenwartsautors mit viel Fingerspitzengefühl auf die Bühne gebracht. Der Krimi ist zum einen wegen der Geschichte spannend. Wer hat es getan? Zum anderen aber, weil sich in Stavros Gedanken eine ganz andere Ebene auftut. Wäre das alles ohne die Globalisierung geschehen? Die deutsche Erstaufführung besticht durch die gute Dynamik und exzellente Zusammenarbeit zwischen Nikos Goudanakis und Stella Veinoglou, ein intensives Vater-Tochter-Gespann. Ein Mord, zwei Länder, drei Protagonisten, viele Gedanken und noch mehr zu entdecken und zu entwirren.
RJ

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Mittwoch, 12.05.2021

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Letzte Aktualisierung: 17.06.2021 08:30 Uhr     © 2021 Theatergemeinde KÖLN | Auf dem Berlich 34 | 50667 Köln