Staatenhaus am Rheinpark, Saal 1

My Fair Lady

My Fair Lady - StaatenHaus
Foto: Khalid AlBusaidi
My Fair Lady - StaatenHaus
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My Fair Lady - StaatenHaus
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Oper - Frederick Loewe

Musikalische Leitung Hilary Griffiths / Inszenierung Dietrich W. Hilsdorf / Bühne Dieter Richter / Kostüme Renate Schmitzer / Licht Andreas Grüter / Dramaturgie Birgit Meyer / Choreografie Giorgio Madia / Choreografische Mitarbeit Athol Farmer

Libretto Alan Jay Lerner
Originalsprache Englisch
Uraufführung New York 1956
Deutsche Erstaufführung Berlin 1961

Das Libretto dieses Musicals transformiert einen antiken Mythos in das England vor dem Ersten Weltkrieg. Im zehnten Buches seines großen Werkes von den "Metamorphosen", den "Verwandlungen", erzählt der römische Dichter Ovid die Geschichte vom Bildhauer Pygmalion, der von den Frauen enttäuscht sein Leben in Einsamkeit zubringt. Aber aus Elfenbein schnitzt er die Gestalt eines über die Maßen schönen Mädchens. Und prompt verliebt er sich in das von ihm geschaffene Kunstwerk. An einem zu Ehren der Göttin Venus gefeierten Fest bittet er die Göttin, ihm eine Gattin zu schenken, die seinem Kunstwerk gliche. Und Venus erhört ihn. Denn als er wieder nach Hause kommt, ist seine Statue zum Leben erwacht. Es folgt der Eheschluss, und mit dem Segen der Göttin stellt sich neun Monate später auch der Kindersegen ein.
Prof. Higgins, ein wohlsituierter Junggeselle, der der High Society Londons angehört, sich von ihren Lebensformen allerdings in Maßen distanziert, beschäftigt sich mit "Phonetik". Ein Resultat dieser Beschäftigung ist, dass Higgins die sprachliche Herkunft von Menschen, mit denen er zu tun hat, gewissermaßen bis auf den Straßenzug, in dem sie geboren und aufgewachsen sind, zu identifizieren in der Lage ist. Die sprachliche Herkunft zeigt jedoch zugleich an, welcher sozialen Schicht die betreffende Person angehört. Der Dialekt ist zugleich ein Soziolekt. Daraus gewinnt die Handlung des Musicals ihre Dynamik. Denn aus der Begegnung zwischen Higgins und der Blumenverkäuferin Eliza Doolittle, die vor dem Opernhaus von Covent Garden dessen Besuchern ihre Ware in breitestem Cockney anbietet, entwickelt sich eine Wette. Higgins wettet mit einem Bekannten, dem aus dem Kolonialdienst heimgekehrten Colonel Pickering, der sich in Indien gleichfalls mit Sprachstudien beschäftigt hat, dass er die Aussprache Elizas so verändern könne, dass sie für eine Angehörige der High Society gehalten werde. Pickering akzeptiert die Wettbedingungen. Und das Experiment beginnt. Mit nahezu brachialen Methoden wird das Mädchen von Higgins pädagogisch so traktiert, dass der das Experiment begleitende Pickering aus Mitleid fast auf seine Wette verzichtet hätte. Denn zunächst einmal zeitigen die Bemühungen von Prof. Higgins keine Erfolge. Dieser bleibt jedoch hart und unnachgiebig. Doch plötzlich - und dies ist einer der Höhepunkte des Musicals - artikuliert Eliza in makellosem Upperclass-Englisch den berühmten Zungenbrecher: "The Rain in Spain stays mainly in the Plain", in der deutschen Version: "Es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blühn". In der nächsten Stufe des Experiments soll Eliza einem ersten Test in der feinen Gesellschaft ausgesetzt werden. Higgins und Pickering haben sich dafür das berühmte Pferderennen in Ascot ausgesucht, wo sich die Hautevolee Londons ein Stelldichein gibt. Eliza wird strikt angewiesen, sich dort ausschließlich zum Wetter und zur Gesundheit zu äußern. Zunächst lässt sich dieser Probelauf auch gut an. Doch mitgerissen von der Dramatik des Pferderennens verfällt Eliza unwillkürlich in alte Sprachmuster zurück und schockiert ihre Umgebung, als sie ihr Pferd mit dem Ausruf: "Lauf schneller, oder ich streu dir Pfeffer in den Arsch!" anfeuert. Ihr unkonventionelles Auftreten in Ascot irritiert zwar die Damen der Gesellschaft, doch gewinnt es ihr zugleich die Zuneigung eines Verehrers aus den besten Kreisen. Der junge Freddy Eynsford-Hill ist sehr beeindruckt von der hübschen und spontanen Eliza. In der Hoffnung auf eine weitere Begegnung mit Eliza macht er Spaziergänge in der Straße, in der sie wohnt, schickt ihr Blumen und schreibt ihr Briefe. Vergeblich, denn die letzte Stufe des Experiments steht bevor. Bei einem Diplomatenball im Buckingham Palace soll Eliza ihre Feuerprobe bestehen. Und sie brilliert. Alle Welt ist von der jungen charmanten und schönen Frau hingerissen. Man beginnt zu rätseln, wer sie sei und woher sie komme. Ihr Triumph ist vollkommen, als der ungarische Phonetiker Prof. Zoltan Karpathy, ein ehemaliger Schüler von Higgins, der sich anheischig macht, jeden sprachlichen Betrüger rücksichtslos zu entlarven, Elizas Englisch für so makellos erklärt, dass es nur im Ausland erworben sein könne, und sie selbst für eine ungarische Prinzessin inkognito ansieht. Von diesem Erfolg nach Hause zurückgekehrt, beglückwünschen sich Higgins und Pickering gegenseitig. Dabei übergehen sie Eliza komplett. Daraufhin gibt diese Higgins zu verstehen, wie sehr sie sich von ihm missachtet und erniedrigt fühlt. Auf ihre Frage, was denn nun aus ihr werden solle, antwortet Higgins mit dem Vorwurf ihrer Undankbarkeit. Dennoch ist er völlig konsterniert, als er am nächsten Mogen feststellen muss, dass Eliza verschwunden ist. Zusammen mit ihrem Verehrer Eynsford-Hill sucht sie jenes Viertel Londons auf, in dem sie noch vor nicht allzu langer Zeit zu Hause war. Doch dort erkennt man sie nicht mehr. Für eine Blumenfrau ist sie nun zu fein, aber für eine Dame der feinen Gesellschaft fehlt es ihr an Geld. In dieser Lage fasst Eliza den Entschluss, nun selbst Phonetik zu unterrichten und Freddy zu heiraten. Mit diesen Aussichten konfrontiert, muss Higgins sich eingestehen, dass er Eliza vermisst. Das Musical besitzt den opern- und operettentypischen fine lieto. Denn Eliza kehrt zu ihrem "Schöpfer" Higgins alias Pygmalion zurück. Ob sie allerdings mit dem eingefleischten Junggesellen auf Dauer glücklich wird, bleibt offen.

Die musikalischen Highlights des Musicals:

Akt I
Why Can't the English? (Kann denn die Kinder keiner lehren)
Wouldn't It be Loverly? (Wäre det nich wundascheen?)
With a Little Bit of Luck (Mit 'nem kleenen Stückchen Glück)
I'm an Ordinary Man (Bin ein Mann wie jeder Mann)
Just You Wait (Wart's nur ab!)
The Servant's Chorus (Chor des Personals)
The Rain in Spain (Es grünt so grün)
I Could Have Danced All Night (Ich hätt' getanzt heut' Nacht)
Ascot Gavotte
On the Street Where You Live (In der Straße, mein Schatz, wo du lebst)

Akt II
The Embassy Waltz
You Did It (Sie sind's, der es geschafft hat)
Show Me (Tu's doch!)
Get Me to the Church on Time (Bringt mich pünktlich zum Altar)
A Hymn to Him (Kann denn eine Frau nicht sein wie ein Mann)
Without You (Ohne dich)
I've Grown Accustomed to Her Face (Ich bin gewöhnt an ihr Gesicht)

Die Uraufführung fand am 15. März 1956 im Mark Hellinger Theatre in New York statt. Die aufwändige Aufführung mit Julie Andrews und Rex Harrison in den Hauptrollen war ein Riesenerfolg. "My Fair Lady" lief sechseinhalb Jahre am Brod-way und brachte es auf 2.717 Vorstellungen.
Die deutschsprachige Erstaufführung fand am 25. Oktober 1961 im Theater des Westens in Berlin statt. In der Inszenierung von Sven Aage Larsen spielten u. a. Karin Hübner, Paul Hubschmid, Alfred Schieske und Rex Gildo.





in englischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Dr. Hans-Gerhard Neugebauer

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Die Termine6 Termine

Di.

28

Mai

Staatenhaus am Rheinpark, Saal 1 | 28.05.2019 | 19.30 Uhr - 22.30 Uhr


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Letzte Aktualisierung: 26.05.2019 08:31 Uhr     © 2019 Theatergemeinde KÖLN | Auf dem Berlich 34 | 50667 Köln