Schauspiel Köln im Depot 1

Cyrano de Bergerac

Cyrano de Bergerac | Schauspiel Köln
Foto: Tommy Hetzel
Cyrano de Bergerac | Schauspiel Köln
Foto: Tommy Hetzel

Schauspiel - Edmond Rostand

Frankreich um 1640.

Ein Land im Ausnahmezustand.

Acht Bürgerkriege haben Dörfer und Äcker verwüstet, den Bauern ihre Söhne genommen und die Gesellschaft tief gespalten.

Nun lassen Ludwig XIV. und sein Berater Kardinal Richelieu französische Truppen gegen die Habsburger ziehen. Auch Paris bleibt nicht unberührt: Der Bau des Palais Royal hätte längst abgeschlossen sein sollen! Und die Salons verlieren ihre geistreichsten Grafen an das Hinterland der Front. Doch niemals – »jamais!« – darf sich unterkriegen lassen, wer ein wahrer Pariser sein will?! An die Pasteten, Patrioten! Unermüdlich leistet der Adel in der Hauptstadt der Bedrohung des Savoir-vivre Widerstand. Die Ränge der Theater müssen gefüllt, Dichterwettstreite ausgetragen und – vor allem – erotische Eroberungen gemacht werden. Es bleibt so viel zu tun?!
Der schöne Christian de Neuvillette hat jedoch nur eines im Sinn: die Liebe der klugen Roxane zu gewinnen. Da diese eher durch einen ausgefeilten Sprach- als einen exquisiten Kleidungsstil zu beeindrucken ist, muss der mit Intellekt etwas weniger reich gesegnete Beau die gewünschten Vorzüge "outsourcen".
Cyrano de Bergerac, Roxanes Cousin, ein Dichter und Freidenker, zudem ausgestattet mit einer Nase von enormer Hässlichkeit, scheint hierfür der optimale Kandidat. In der Tat gelingt es Cyrano, mit seinen Worten, schreibend und soufflierend, die Angebetete in Liebe entbrennen zu lassen.
Die tiefe Ehrlichkeit der Geständnisse, die ihre Wirkung nicht verfehlt, entgeht dem einfältigen Christian de Neuvillette komplett. Der wird dank ihrer erst zum potemkinschen Verlobten und dann – von einem destruktiveren Nebenbuhler als Cyrano – direkt an die Front befördert. Bei der Belagerung der Stadt Arras treffen die Protagonisten dieser Liebeswirren noch einmal zusammen.

Fünfzig Mal war Simon Solbergs Inszenierung "Kabale und Liebe" im Schauspiel Köln bislang zu sehen.
Mit "Cyrano de Bergerac" setzt er seine Befragung der Gegenwart auf der Folie historischer Verhältnisse fort und entwirft das Porträt eines unabhängigen Geistes in einer der ergreifendsten Liebesgeschichten der europäischen Dramatik.

Regie: Simon Solberg

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Die Termine

Sa.

03

Mär

Schauspiel Köln im Depot 1 | 03.03.2018 | 19.30 Uhr - 21.10 Uhr


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Letzte Aktualisierung: 22.02.2018 08:30 Uhr     © 2018 Theatergemeinde KÖLN | Auf dem Berlich 34 | 50667 Köln