Don Giovanni

Don Giovanni | Opernhaus Düsseldorf
Foto: Hans Jörg Michel
Don Giovanni | Opernhaus Düsseldorf
Foto: Hans Jörg Michel

Dramma giocoso in zwei Akten, KV 527
Oper - Wolfgang Amadeus Mozart

Es beginnt mit einem Gewitter: Kinogänger werden sich an den Filmklassiker „The Rocky Horror Picture Show“ erinnert fühlen, wenn Zerlina und Masetto durchnässt und Schutz suchend in ein verwunschenes Schloss und damit mitten hinein in die Legende von Don Juan geraten. Seit dem Mittelalter hat dieser notorische Frauenverführer die Gemüter erhitzt und Menschen in seinen Bann gezogen. In Mozarts (1756–1791) Oper sind es nicht nur die Damen Donna Anna, Donna Elvira und die naive Zerlina, die seinem Charme erliegen. Auch auf die beteiligten Herren wirkt die Anziehungskraft, die das Leben aller aufwühlt und verändert.

Regisseurin Karoline Gruber sieht in Don Giovanni eine Energie verkörpert, die einer Befreiung gleichkommt. Frei sein von Konventionen, vorgefertigten Lebensmustern, moralischen Rücksichten und emotionalen Barrieren – Don Giovanni will alle befähigen, ihr Leben zu ändern. Deshalb ist seine Höllenfahrt nur ein Coup de thé?tre. In unseren Herzen und Sinnen werden wir Don Giovanni immer wieder begegnen.

Handlung:
1. AKT
Leporello beklagt sich über sein Dasein als Diener. Er muss aufpassen, während sein Herr, Don Giovanni, ein amouröses Abenteuer mit der schönen Donna Anna hat. Als Giovanni sie verlassen will, stürzt sie ihm nach und versucht, ihn zu halten. Annas Vater, der Komtur, stellt sich ihnen in den Weg. Es kommt zu einem Zweikampf, bei dem Don Giovanni den Komtur tötet. Donna Anna hat ihren Verlobten, Don Ottavio, zu Hilfe gerufen. Beide finden die Leiche des Komturs. Anna beschwört Ottavio, den Vater zu rächen. Don Giovanni ist bereit für neue Abenteuer. Er trifft auf Donna Elvira, der er die Ehe versprochen hat. Sie will dieses Versprechen einlösen. Don Giovanni verschwindet und überlässt es Leporello, Donna Elvira mit der langen Liste seiner Liebschaften zu brüskieren.

Masetto und Zerlina, ein junges Paar, mischt sich ein. Zwischen Zerlina und Don Giovanni beginnt es zu knistern. Um sich ihr ungestört nähern zu können, lädt er alle auf sein Schloss ein und befiehlt Leporello, sich besonders um Masetto zu kümmern. Mit Zerlina allein, betört er das Mädchen. Zerlina sieht ihre Chance, in die bessere Gesellschaft aufzusteigen. Donna Elvira warnt sie, dass sie den Versprechungen Giovannis nicht glauben darf. In Anwesenheit von Donna Anna und Don Ottavio beschuldigt sie Giovanni, ein gemeiner Heuchler zu sein. Giovanni will ihr Verhalten vor den anderen entschuldigen und drängt Elvira hinaus. Anna versucht, ihren Verlobten glauben zu machen, dass sie von Giovanni verführt worden sei.

Leporello berichtet seinem Herrn, wie er Masetto abgelenkt hat. Zerlina hat Mühe, den eifersüchtigen Masetto wieder umzustimmen. Als Ottavio mit Anna und Elvira kommt, um Giovanni zur Rede zu stellen, lädt Leporello sie ein, sich zu maskieren und ein „Fest der Freiheit“ zu genießen. Don Giovanni trifft auf Zerlina und entfernt sich mit ihr von den Anderen. Während Leporello den aufgebrachten Masetto daran hindert, den beiden zu folgen, ruft Zerlina um Hilfe. Giovannis Versuch, Leporello als den Übeltäter hinzustellen, misslingt. Er wird als Verbrecher beschimpft. Doch Giovanni macht allen klar, dass sie sich selbst entlarvt haben.

2. AKT
Leporello will seinen Dienst quittieren. Doch Don Giovanni kann ihn überzeugen zu bleiben. Er hat bereits die Zofe der Donna Elvira im Blick. Leporello soll mit ihm die Kleider tauschen, damit er sich mit dem Mädchen ungezwungen amüsieren kann, während sich Leporello um Elvira kümmern soll.
Masetto ist fest entschlossen, Giovanni zu töten. Doch stattdessen nimmt dieser sich Masetto vor. Er überlässt es Zerlina, ihren derangierten Bräutigam wieder herzurichten. Donna Anna, Don Ottavio, Masetto und Zerlina können nicht verstehen, dass Leporello sich auf Giovannis Spiele einlässt. Leporello versucht vergebens, sich zu verteidigen. Schließlich gelingt es ihm zu verschwinden.

Giovanni berichtet Leporello vergnügt von seinen Erlebnissen. Da ertönt eine unheimliche Stimme. Leporello entdeckt das Grab des Komturs. Giovanni und er machen sich einen Spaß daraus, den toten Komtur zu einem Festessen einzuladen.
Am Grab ihres Vaters wird Donna Anna von Don Ottavio bedrängt, ihm das Jawort zur Ehe zu geben. Sie weicht ihm aus.

Don Giovanni setzt sein „Fest der Freiheit“ fort. Noch einmal versucht Donna Elvira, ihn für sich zu gewinnen. Doch Giovanni will sich nicht binden. Das Fest wird durch das Eingreifen einer höheren Instanz unterbrochen. Sie fordert Giovanni auf, seine Taten zu bereuen. Seine Weigerung, sich zu unterwerfen, wird mit seiner Vernichtung bestraft. Sein Verschwinden hinterlässt eine Leerstelle, die alle vor die Frage gestellt, wie sie ihr künftiges Leben gestalten wollen.

Libretto von Lorenzo da Ponte

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Letzte Aktualisierung: 25.08.2019 19:30 Uhr     © 2019 Theatergemeinde KÖLN | Auf dem Berlich 34 | 50667 Köln