Staatenhaus am Rheinpark, Saal 1

Turandot

Turandot | Staatenhaus
Foto: Bernd Uhlig
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Eine Oper in exotischem, ostasiatischem Flair.
Oper - Giacomo Puccini

Oper in Akten von Giacomo Puccini (1924/1926)
Musikalische Leitung: Claude Schnitzler
Inszenierung: Lydia Steier
Bühne und Video: fettfilm
Kostüme: Ursula Kudrna
Licht: Andreas Grüter
Dramaturgie: Georg Kehren
Choreinstudierung: Andrew Ollivant


1. Akt
Am Hof zu Peking.
Prinzessin Turandot lässt verkünden, dass sie den ersten fürstlichen Bewerber um ihre Hand heiraten wird, der drei von Ihr gestellte Rätsel löst. Versagt der Bewerber, so wird er geköpft. Der Prinz von Persien ist bereits gescheitert und soll hingerichtet werden. Unter den Schaulustigen ist inkognito auch Tatarenkönig Timur, samt seiner Sklavin Liu. Als Timur aus Versehen stürzt, eilt ihnen ein junger Man zur Hilfe – es ist Kalaf, wie sich herausstellt der verschollene Sohn Timurs. Derweil wird der Prinz von Persien zum Schafott geführt, doch als das Urteil vollstreckt werden soll schlägt die Stimmung im Volk in Mitleid um. Die Bitte um Erbarmen lehnt die Prinzessin allerdings voller Kälte ab. Kalaf ist wütend und will die Prinzessin ob ihres Verhaltes verfluchen, doch als er sie sieht, verliebt er sich augenblicklich in sie. Nun ist es Kalaf, der sich den Rätseln stellen will. Da gesteht Liu ihm ihre Liebe, die Kalaf jedoch nicht erwidert. Er bittet die junge Frau sich aber – egal was komme – immer um seinen Vater zu kümmern. Auch die Minister Ping, Pang und Pong wollen Kalaf von seinem Vorhaben abhalten, doch ohne jeden Erfolg: Kalaf stellt sich den Aufgaben Turandots.

2. Akt
Die Minister Ping, Pang und Pong diskutieren über die Geschichte Chinas und sind bekümmert über die Härte der Prinzessin Turandot. Des Lebens am Hofe überdrüssig wären sie viel lieber auf ihren Landgütern, fernab Pekings. Von draußen ist das Volk zu hören, das mit Lärmen und Schreien auf die nächste Hinrichtung wartet. Die Minister werden so unsanft aus ihren Träumen gerissen. Vor dem kaiserlichen Palast steht die Prüfung an. Der Kaiser versucht Kalaf letztmalig auf den Pfad der Tugend zurückzubringen und bittet ihn die Prüfung nicht anzutreten – jedoch vergebens. Die Prinzessin erscheint und erzählt in einer flammenden Ansprache, wie ihre Ahnfrau Lou-Ling von Tartaren geraubt wurde und dass sie, Turandot, jeden Mann, der es wagt um ihre Hand zu bitten, aus Rache töten lassen wird. Die Prüfung beginnt und sie stellt Kalaf die drei Rätsel. Zur allgemeinen Verwunderung löst der Prinz diese ohne Probleme und Turandot stürzt entsetzt auf den Kaiser zu und bittet ihn inständig sie nicht Kalaf zu überlassen. Doch der Kaiser kann dieser Bitte nicht entsprechen. Kalaf selbst hat Mitleid mit der Prinzessin und bietet ihr an auf die Heirat zu verzichten und sein Leben in ihre Hände zu legen, wenn sie bis zum Sonnenaufgang herausfindet, wie sein Name ist. Schafft sie es nicht, findet die Hochzeit statt. Der Kaiser willigt ein und so machen sich alle auf die Suche nach dem Namen des unbekannten Prinzen.

3. Akt
Auf Geheiß Turandots, darf in dieser Nacht niemand schlafen. Allen ist befohlen den Namen herauszufinden. Kalaf ist siegessicher, dass dies niemand schaffen wird und so lehnt er auch alle noch so reizvollen Angebot der Minister ab von Turandot abzulassen. Timur und Liù werden herbeigeschleppt, da man sie tags zuvor mit Kalaf hat sprechen sehen. Liù verkündet standhaft zu bleiben, auch wenn man sie foltere werde sie den Namen nicht preisgeben. Auf Turandots Frage, was sie so sicher mache, antwortet die junge Frau nur, dass es die Liebe zu Kalaf sei, die sie so standhaft sein lasse. Aus Angst unter Folter den Namen doch zu nennen, greift Liù überraschend nach dem Dolch eines Soldaten und ersticht sich. Kalaf bleibt mit Turandot alleine zurück und bezichtigt sie der Grausamkeit und Kälte. Schließlich eskaliert die Situation und er küsst Turandot heftig. Die Prinzessin erwacht aus ihrer Gefühlskälte und berichtet, dass auch sie schon bei ihrer ersten Begegnung eine ganz besondere Verbindung gespürt habe. Kalaf nennt nun auch seinen Namen. Die vormals so grausame Prinzessin tritt nun vor den Kaiser und nennt den Namen: „Liebe“. Das Paar zeigt sich dem Volk vor dem Palast und großer Jubel ertönt.

Zum Werk:
Wohl kaum eine Arie wie das „Nessun dorma“ Kalafs hat es zu so großer Popularität geschafft: in unzähligen Filmen verwendet, immer wieder in der Werbung genutzt, von Sängern wie Jazz-Legende Aretha Franklin bis zur Heavy-Metal Größe Manowar stets neu interpretiert, ist sie das „musikalische Aushängeschild“ von Puccinis letzter Oper. Dabei wäre es grundlegend falsch nur über diese Arie zu sprechen, denn das, was der Komponist an fernöstlichem Kolorit in die Partitur zaubert, sei es durch harmonische Wendungen oder den Einsatz von Gongs und Stabspielen, ist einzigartig. Fulminante Chorszenen, Bravourarien, temporeiche Ensembles lassen diese Oper für den Zuschauer so unglaublich intensiv erscheinen. Dabei stand es um diese Oper zunächst gar nicht gut, denn Puccini hinterließ bei seinem Tod im Jahre 1924 die „Turandot“ als Fragment. Vieles war schon fertig, aber gerade der Schluss existierte nur in Skizzen, bzw. der entscheidende Wendepunkt, der Kuss zwischen Turandot und Kalaf, war überhaupt nicht vorbereitet, vermutlich nicht zuletzt aus dem Grund, da Puccini mit dieser etwas abrupten Wendung aus dramaturgischer Sicht haderte. Nichts desto trotz wurde das Werk aufgeführt, in der ersten Vorstellung unter Arturo Toscanini, der nach dem Erklingen des letzten von Puccini komponierten Ton den Taktstock niederlegte, sich dem Publikum zuwandte und mit den Worten „Hier endet das Werk des Meisters“ zunächst andächtige Stille, nach einem „Viva Puccini“-Ruf eines Zuschauers, aber einen Beifallssturm entfesselte. Der Stoff der kaltherzigen Prinzessin fand schon im frühen 19. Jahrhundert bei zahlreichen Komponisten Beachtung, jedoch sind diese Werke, ja sogar deren Komponisten, heute meistenteils in Vergessenheit geraten – ein Name wie Franz Danzi sagt vielleicht nur eingefleischten Musikkennern etwas. Erst der Name Feruccio Busoni ist heute noch ein Begriff, obschon auch dessen „Turandot“ aus dem Jahre 1917 kaum noch bekannt ist. Puccinis Werk, das nun eben als Fragment kaum den Ruhm erlangt hätte, den es heute hat, wurde von Franco Alfano beendet. Alfano widmete sich den Skizzen und führte alles stringent und sehr nah an den Ideen des Komponisten weiter. Im Jahre 2002 schuf der Italiener Luciano Berio einen weiteren Schluss, der aber eher selten gespielt wird.

Zur Kölner Inszenierung:
Mit der jungen Regisseurin Lydia Steier konnte eine der Shooting-Stars der Regie-Szene verpflichtet werden. 2016 fand ihre Inszenierung von Karlheinz Stockhauses „Donnerstag aus Licht“ am Theater Basel große Beachtung. Darüber hinaus arbeitete Steier u.a. an der Komischen Oper Berlin, der Staatsoper Stuttgart und in Los Angeles. Das besondere dieser Inszenierung wird der umfangreiche Einsatz von Licht und Videoprojektionen sei, für die das Duo Momme Hinrichs und Torge Möller verantwortlich zeichnet. Unter dem Namen fettfilm sind diese beiden Künstler weltweit auf Videoproduktionen für Opern spezialisiert. So arbeiteten sie u.a. für die Salzburger Festspiele, die Ruhrtriennale, sowie die Opernhäuser in Wien und Berlin. Die Produktion des „Fliegenden Holländers“ an der Oper in Donetsk wurde 2014 mit dem Taras-Schewtschenko-Preis ausgezeichnet. Im Herbst 2014 gaben die Künstler in Verdis „Giovanna d’Arco“ an der Oper Bonn ihr Regie-Debüt.




Dramma lirico in drei Akten

Sebastian Jacobs

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Letzte Aktualisierung: 19.09.2019 18:31 Uhr     © 2019 Theatergemeinde KÖLN | Auf dem Berlich 34 | 50667 Köln