Kölner Philharmonie

SWR Symphonieorchester

Teodor Currentzis | Dirigent
Foto: Robert Kittel
Teodor Currentzis | Dirigent
Foto: Robert Kittel

ACHT BRÜCKEN | Musik für Köln
Konzert - Newski, Kouliandski, Rachmanonow


Teodor Currentzis, Dirigent


Sergej Newski
Neues Werk (2019)
für Orchester
Kompositionsauftrag von ACHT BRÜCKEN | Musik für Köln
Uraufführung

Dmitri Kourliandski
Riot of Spring (2013)
für Orchester

Sergej Rachmaninow (1873-1943)
Sinfonische Tänze op. 45 (1940)
für Orchester

Der russische Komponist und Pianist Sergej Rachmaninow entstammte einer musikalischen Familie, die ihm schon früh qualifizierten Instrumentalunterricht ermöglichte. Von 1882 bis 1885 studierte er am Petersberger Konservatorium, von dem er aber schließlich nach Moskau wechselte, wo er sein Studium der Komposition und als Konzertpianist abschloß. Als Pianist wurde er dann auch schnell in Rußland bekannt und erhielt 1893 eine Anstellung als Klavierlehrer am Martynow-Institut, wo er später auch als Dirigent tätig war. Von 1904 bis 1906 dirigierte Rachmaninow dann am Bolshoi-Theater in Moskau. Während die Aufführung seiner 1. Sinfonie ohne große Resonanz blieb, hatte eine Aufführung mit anderen eigenen Kompositionen in London einen durchschlagenden Erfolg. Nach der russischen Revolution 1917 verließ Rachmaninow seine Heimat, lebte zunächst einige Zeit am Vierwaldstätter See, bevor er 1935 endgültig in die Vereinigten Staaten übersiedelte. Kurz vor seinem Tode wurde er amerikanischer Staatsbürger. Zu seinen Lebzeiten stand der Komponist Rachmaninow oft im Schatten des glänzenden Pianisten, der sich als Chopin- und Liszt-Spieler einen Namen machte. Heute stehen vor allem seine Klavierkonzerte, die "Paganini-Variationen" und die Klavierstücke im Blickfeld des Interesses, während seine Opern, Sinfonien, Orchester- und Chorkompositionen selten auf dem Konzertspielplan zu finden sind. Noch rechtzeitig vor Ausbruch des 2. Weltkriegs wieder in die USA gelangt, schrieb Rachmaninow 1940 in der Sommerpause zwischen anstrengenden Tourneen sein letztes Werk: die "Sinfonischen Tänze" op. 45. Der Plan zu einem Tanzzyklus existierte seit langem. Die erfreuliche Zusammenarbeit mit dem Tänzer Michail Fokin (Choreographie der "Paganini-Rhapsodie", London 1939) vermittelte zusätzliche Impulse. Ein erster konkreter Plan sah vor: "Fantastische Tänze" mit den Teilen "Mittag, Dämmerung, Mitternacht". Unversehens bevölkerte sich die rasch entstehende Partitur mit zahlreichen Reminiszenzen. Der erste Satz ("Non Allegro"), der mit einem langsamen russischen Thema beginnt, das von leidenschaftlichen Volkstanzrhythmen abgelöst wird, endet mit 3 Einsätzen des Hauptthemas aus dem Kopfsatz der ersten Sinfonie. Satz 2 ("Andante con moto – Tempo di Valse"), ein melancholisch-makabrer Walzer, beschwört russische Liedweisen. Er wird von elegischen Oboen und Klarinetten eingeleitet und bringt dann eine nachdenkliche Kantilene des Saxophons. Der zweite Teil besteht aus einem sinfonisch stilisierten Konzertwalzer. Der abschließende dritte Satz ("Lento assai. Allegro vivace. Lento assai come prima") – im Charakter eines sinfonischen Finalsatzes – ist besonders bedeutungsvoll, da er das bei Rachmaninow so häufig gegenwärtige ‚Dies irae'-Motiv in zwingender Weise umwandelt in jenen ‚Alleluia'-Hymnus der Auferstehungsliturgie, den der Komponist schon in seine Vesperliturgie op. 37 von 1915 einbezogen hatte. Der Dirigentenfreund Eugene Ormandy brachte dieses beziehungsreiche Werk der Rückschau und des Abschieds Anfang 1941 in Philadelphia zur Uraufführung.







17:00 Uhr, Empore: Einführung in das Konzert

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Letzte Aktualisierung: 26.05.2019 08:31 Uhr     © 2019 Theatergemeinde KÖLN | Auf dem Berlich 34 | 50667 Köln