Staatenhaus am Rheinpark, Saal 2

La Grande-Duchesse de Gérolstein

Jaques Offenbach
Foto: formdusche
Jaques Offenbach
Foto: formdusche

Die Großherzogin von Gerolstein Zum 200. Geburtstag von Offenbach darf die Eifler Monarchin mit Torschlusspanik nicht fehlen!
Operette - Jacques Offenbach

Opéra-bouffe in drei Akten
Libretto von Henri Meilhac und Ludovic Halévy
Musik von Jacques Offenbach (1819 – 1880)
Uraufführung am 12.April 1867

Musikalische Leitung Francois-Xavier Roth
Chor N.N.
Inszenierung Renaud Doucet
Bühne und Kostüme André Barbe
Lichtregie Andreas Grüter
Dramaturgie Georg Kehren

Die Großherzogin Jennifer Larmore, Sopran
Wanda, ein Bauernmädchen, Verlobte von Fritz Emily Hidrichs, Soubrett
Fritz, gemeiner Soldat Dino Lüthy, Tenorbuffo
Baron Puck Miljenko Turk, Bariton
Prinz Paul John Heuzenroeder, Tenor
General Boum Vincent Le Texier, Bass
Baron Grogg Nicolas Legoux, Sprechrolle
Népomuc, Generaladjudant Alexander Fedin, Sprechrolle
Hofgesellschaft, Diener, Soldaten, Volk
Tanzensemble
Chor der Oper Köln
Gürzenich-Orchester Köln

In französicher Sprache mit deutschen Übertiteln
Deutsche Dialoge


Zum Werk

Die Großherzogin von Gerolstein ist eine französische Operette in drei Akten. Das Werk ist eine einzige Satire auf das militärische Gehabe und das an vielen Höfen übliche Günstlingswesen. Erst nachdem Offenbach das zweite Finale neu konzipiert hatte, hatte die Operette den durchschlagenden Erfolg. Sie wurde damit zum französischen Kulturbeitrag zur Pariser Weltausstellung (01.04. bis 03.11.1867). Das Second Empire, das sich über den Zeitraum von 1852 bis 1870/71 erstreckte, stand damals, 1867, bereits kurz vor seinem Untergang. Doch die Staatsmänner und Bürger Frankreichs nahmen den Ernst der Lage nicht wahr, statt dessen besuchten sie La Grande-Duchesse de Gérolstein und verdrängten die eigene Realität, während auf der Bühne eine Karikatur der europäischen Zustände zum Besten gegeben wurde.
Die Operette spielt in einem erdichteten Herzogtum Gerolstein Mitte des 19. Jahrhunderts.

Handlung

Weil Baron Puck fürchtet, die Großherzogin könne sich in die Politik einmischen, zettelt er als Ablenkung einen Krieg mit einem anderen Kleinstaat an. General Boum, der kriegerische Erfolge aufweisen kann und prahlt, dass er sich gut mit Frauen auskenne (Piff, Paff, Puff – A cheval sur la discipline), wird von Wanda, einem Bauernmädchen, die den Soldaten Fritz liebt, abgewiesen. Um sich zu rächen, lässt er Fritz ein leeres Stück Gelände bewachen mit der Auflage, während des Wachdienstes nicht sprechen zu dürfen. Fritz und Wanda umgehen das Verbot, indem sie statt zu sprechen singen und tanzen (Me voici, me voici).
Die Großherzogin inspiziert ihr Regiment und anstatt mit General Boum das Regimentslied zu singen (Ah, que j’aime les militaires und Ah! C’est un fameux régiment), singt sie lieber mit Fritz, der ihr sehr gut gefällt. Prompt wird er mehrfach befördert, geadelt und zum General ernannt. Baron Puck hat aber noch einen zweiten Trumpf in der Hinterhand. Er lässt Prinz Paul anreisen, um der Großherzogin den Hof zu machen. Dieser stellt sich jedoch als Witzfigur heraus und die Großherzogin lässt ihn ein über das andere Mal abblitzen. Er jammert, weil er nun in der Presse schlecht dasteht (Chronique de la Gazette de Hollande). Fritz bekommt den Säbel der großherzoglichen Familie und zieht in den Krieg. Der Krieg ist aus und alle warten auf die Heimkehr ihrer Liebsten (Chœur des demoiselles d’honneur). Allein mit Fritz, will die Großherzogin ihm ihre Liebe gestehen. Doch auf Grund des Standesunterschieds kann sie es ihm nicht direkt sagen und sagt, eine Freundin sei in ihn verliebt. Fritz versteht in seiner Einfältigkeit ihre Anspielungen nicht und bittet die Großherzogin, Wanda heiraten zu dürfen. Die Großherzogin ist wütend über Fritz‘s Ablehnung und stimmt einem Mordkomplott, das sich General Boum, Baron Puck und Prinz Paul überlegt hatten, zu. Die Meuchelmörder versammeln sich. Außerdem kommt noch Baron Grogg hinzu. Er wurde von Prinz Pauls Vater geschickt, um die Ehe zwischen Prinz Paul und der Großherzogin zu vermitteln. Bisher hatte allerdings die Großherzogin es abgelehnt, Baron Grogg zu empfangen. Als sie nun Baron Grogg sah, war sie von ihm hingerissen und verzichtete auf Fritz. Als Ersatz für den Mord, sollen die Verschwörer nun Fritz die Hochzeitsnacht vermiesen. Im Verlauf dieser wird Fritz von Boum zu einem neuen Kampfeinsatz gerufen. Um Grogg nahe zu sein, hat die Großherzogin Paul geheiratet, wozu er sie überredet hat. In die Hochzeitsfeierlichkeiten platzt Fritz nach seinem missglückten Einsatz hinein. Statt in den Krieg hat Boum ihn zu seiner eigenen Liebhaberin geschickt und zuvor deren Ehemann davon in Kenntnis gesetzt. Übel zugerichtet wird Fritz degradiert und nimmt seinen Abschied. Statt seiner will die Großherzogin Grogg befördern. Dieser verzichtet aber und kehrt heim zu Frau und Kindern.

Jacques Offenbach
(1819 in Köln geboren – 1880 in Paris gestorben)

Er war Sohn und Schüler eines Kölner Kantors der jüdischen Gemeinde. 16jährig geht er nach Paris, absolviert das Konservatorium, wird 1850 Kapellmeister am Theatre français, gründet 1855 ein eigenes Theater, wird Direktor der ‚Folies Marigny‘ und dann Direktor der ‚Bouffes parisiens‘. Er schuf rund 100 Bühnenwerke, meist Operetten. Eine Ausnahme war die einzige Oper ‚Hoffmanns Erzählungen‘. „Unnachahmlich parodiert Offenbach den tragisch-pathetischen Stil der grand opéra; auch Belcanto und Koloratur sind vor seinem Spott nicht sicher, ja er bringt es fertig, Gluck, Mozart, Rossini und – die Marseillaise mit ironischen Zitaten so lustig zu attackieren, dass man ihm das schmunzelnd abnimmt. Seine Wahrheiten sind Narrenwahrheiten; schellenklingend tänzeln sie über den Teppich prickelnder Rhythmen und süffiger Melodien. Seiner Zeitkritik fehlt ganz und gar jene Bitterkeit, die etwa aus der Graphik seines Zeitgenossen Daumier spricht. Er leidet nicht an seiner Zeit, er will sie auch nicht bessern, er beutet sie gehörig aus, aber so, dass man ihm nicht böse sein kann. Seine prominenteste Verehrerin, die Kaiserin Eugénie, meinte einmal, das korrupte zweite Empire sei nichts als eine ‚einzige große Operette von Offenbach‘, und sie musste es ja wissen“ (H. Renner). Im Prinzip komponierte Offenbach mit einfachen Mitteln: da sind kleine Chansons, Couplets, die er fein und gleichzeitig drastisch instrumentiert. Er hatte eine Vorliebe für Chansons mit schnellen Walzer- oder Cancanrhythmen, die, mal komisch, mal frivol, oft eindeutig-zweideutige Vorgänge auf der Bühne kommentierten.

Dr. Reinhold Wecker

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Letzte Aktualisierung: 26.05.2019 19:30 Uhr     © 2019 Theatergemeinde KÖLN | Auf dem Berlich 34 | 50667 Köln