Staatenhaus am Rheinpark, Saal 1

Carmen

Adriana Bastidas-Gamboa | Sopran
Foto: Enrique Ponce de Leon
Adriana Bastidas-Gamboa | Sopran
Foto: Enrique Ponce de Leon

Die Geschichte einer starken, unangespassten Frauengestalt
Oper - Georges Bizet

Musikalische Leitung: Claude Schnitzler
Inszenierung: Lydia Steier
Bühne: Momme Hinrichs (fettfilm)
Kostüme: Gianluca Falaschi

Personen der Handlung:
Don José, Sergeant
Escamillo, ein Torero
Zuniga, Lieutenant
Lilas Pastia, Wirt einer Schmugglerschenke
Carmen, eine Zigeunerin
Micaela, eine junge Frau aus Don Josés Heimat
Frasquita und Mercedes, Zigeunerinnen
Ramendado und Dancairo, Schmuggler
Soldaten, junge Männer, Arbeiterinnen, Anhänger Escamillos, Gassenjungen

Zur Handlung:

1. Akt:
Buntes Treiben auf einem Platz in Sevilla – die schüchterne Micaela ist auf der Suche nach Don José um ihm Grüße von seiner Mutter zu überbringen. Als sie nach ihm fragt erfährt sie, dass sie ihn auch erst nach der Wachablösung wird sehen können. Das Angebot der ihr Auskunft gebenden Herren, sich die Zeit mit ihnen zu vertreiben lehnt sie ab. Schließlich kommt die Wachablösung begleitet von belustigt krakeelenden Straßenjungen. Don José erfährt, dass ein Mädchen nach ihm gefragt hat, doch ehe er sich nach ihr umschauen kann, ertönt das Pausensignal aus der nahegelegenen Zigarettenfabrik. Die Arbeiterinnen strömen auf dem Platz. Unter ihnen ist auch Carmen, die sich der Avancen der anwesenden Männer mit Spott treffsicher erwehren kann. Einzig Don José weckt ihr Interesse, da dieser sich offenkundig gar nicht für sie zu interessieren scheint. Im Vorbeigehen wirft sie ihm eine Blume zu. Don José ist verwirrt und spürt nun doch den unwiderstehlichen Reiz Carmens. Erst die Anwesenheit Micaelas und die Erinnerungen an die ferne Mutter lenken ihn davon ab. Plötzlich gibt es einen Tumult in der Zigarettenfabrik: Carmen hat eine Messerstecherei angezettelt und Don José bleibt nichts Anderes übrig als sie zu verhaften. Doch Carmen setzt ihre Unwiderstehlichkeit ein und betört den so braven Sergeanten. Don José erliegt ihr und löst ihre Fesseln. Carmen kann fliehen und Don José wird verhaftet.

2. Akt:
In der berüchtigten Schmugglerschenke von Lillas Pastia geht es wild zu. Carmen und ihre Freundinnen Mercedes und Frasquita singen ein Zigeunerlied, das alle in leidenschaftlichen Taumel versetzt. Den Schmugglern winkt in dieser Nacht ein großes Geschäft. Jede helfende Hand wird gebraucht, doch Carmen stellt sich stur. Sie ist in Don José verliebt. Dieser ist nach einem Monat Haft entlassen worden und sie erwartet ihn genau heute Abend. Stierkämpfer Escamillo betritt die Schänke und beeindruckt Carmen zutiefst. Er prahlt mit seinen Siegen und seiner Kraft. Doch da erscheint endlich Don José, den Carmen nach allen Regeln der Kunst zu umgarnen versucht. Sie will ihn nicht nur als Geliebten, sie will, dass auch er mit ins Schmugglergewerbe einsteigt. Don José möchte aber zurück in seiner Kaserne, doch da klopft es an der Tür und Leutnant Zuniga erscheint, der Carmen zutiefst begehrt. In Don José steigt die Eifersucht auf und er bedroht Zuniga. Noch bevor es zum Kampf kommen kann, wird Zuniga entwaffnet. Für Don José ist aber nun klar: Es gibt kein zurück zum Militär – er bleibt bei den Schmugglern und somit auch bei Carmen.

3. Akt:
Die Schmuggler und Zigeuner befinden sich auf dem Weg von ihrem großen Coup zurück in die Stadt. Sie machen Pause und vertreiben sich die Zeit mit Spiel und Tanz. Frasquita, Mercedes und Carmen legen sich die Karten: Für Carmen sagen Sie Unheil voraus - sie verkünden ihr den nahen Tod, doch sie lacht über die Prophezeiung. Die Schmuggler ziehen los um nach Möglichkeiten zu suchen die Ware über die Stadtgrenze zu schaffen, wobei die Frauen mit den Zöllnern flirten sollen. In Don José keimt erneut die Eifersucht, doch er bleibt alleine zurück und bewacht die Ware. Plötzlich erscheint Micaela, versteckt sich aber, als zeitgleich auch Escamillo erscheint. Dieser brüstet sich gegenüber Don José mit seiner Liebe zu Carmen, was José so sehr zur Weißglut treibt, dass dieser mit einem Messer auf den Torero losgeht. Carmen und die übrigen Schmuggler kehren just in diesem Moment zurück und Carmen kann zwischen die beiden gehen und Schlimmeres verhindern. Escamillo lädt alle zu seinem nächsten Stierkampf ein und verschwindet. Da wagt sich Micaela aus ihrem Versteck und fleht José an mit ihr zu kommen. Dieser will nicht und stimmt erst zu, als er erfährt, dass seine Mutter im Sterben liegt. Carmen verspottet ihn, denn sie hat sich mittlerweile Escamillo zugewandt und gibt José zu verstehen, dass sie froh ist, ihn auf diese Weise loszuwerden. Don José geht, aber nicht ohne ihr mit einem baldigen Wiedersehen zu drohen.

4. Akt:
Das begeisterte Volk begrüßt vor dem Eingang seinen Liebling Escamillo, der mit Carmen erscheint. Bevor der Stierkämpfer die Arena betritt, erklärt er Carmen seine Liebe, die dieses Geständnis erwidert. Escamillo betritt die Arena, Carmen bleibt jedoch zunächst zurück. Zwei Freundinnen erscheinen und warnen sie vor José, den sie in der Nähe gesehen haben. Aber Carmen ist nicht die Frau, die sich fürchtet. Da vertritt ihr José auch schon den Weg in die Arena und fordert sie auf, mit ihm zu geben. Flehentlich bittet er sie, und spricht von seiner Liebe und Treue. Trotzig schleudert ihm Carmen seinen Ring vor die Füße und bekennt ungerührt, dass sie jetzt Escamillo liebe, dessen Sieg in der Arena durch das laute Jubeln des Volkes hörbar wird. Aufs höchste erregt, stößt José der Geliebten sein Messer in die Brust und sinkt gebrochen neben ihrer Leiche nieder.

Zum Werk:
Bizets „Carmen“ zählt heute zu den wohl populärsten Opern, die es immer wieder auf die Spielpläne der kleinen und großen Häuser schaffen. Die packende Handlung und die Vielzahl fast schon ohrwurmartiger Musiknummern sorgen für die Popularität. Dabei war der Oper nach ihrer Uraufführung im März 1875 nur mäßiger Erfolg beschieden. Dem Pariser Publikum war das Sujet nicht genehm und so ließen die Kritiker zunächst kaum ein gutes Haar am Werk. Erst rund ein halbes Jahr später, im Oktober, erlebte das Werk eine Aufführung in Wien, mit neu verfassten Rezitativen (man hatte die originalen Dialoge also quasi vertont) und außerdem um eine Balletteinlage ergänzt. Hier erlebte das Stück nun einen Erfolg, der aufhorchen ließ. Doch auch in Paris und darüber hinaus entwickelte sich der Erfolg nach und nach und namhafte Künstler, wie etwa Johannes Brahms, urteilten über das Werk, dass es vermutlich die beste aller Opern sei, die seit dem Deutsch-Französischen Krieg geschrieben worden sei. Bizet selbst erlebte diesen etwas zaghaft angetretenen Siegeszug der Oper leider nicht mehr, da er bereits um Juni 1875 im Alter von nur 36 Jahren starb. Das was das Werk ausmacht, ist der unglaubliche musikalische Farbenreichtum. Dem Zuhörer kommen schon direkt zu Beginn der Oper, aber auch in Nummern wie der weltberühmten Habanera oder dem Vorspiel zum zweiten Akt Bilder vom sonnigen, heißen Spanien, von Frauen in Flamenco-Kleidern, von Stierkampf und Arena in den Kopf. Bizet nutzt hier in seiner Musik auch geschickt einige Formen, die dem Klischee einer spanischen Musik im besten Sinne entsprechen: typische, folkloristische Rhythmen, das sogenannte „Zigeunermoll“ gleich am Ende des Vorspiels, traditionelle Formen, wie eben die Habanera machen diese Musik so unglaublich stimmig und emotional. Fragt man heute nach dem absoluten Paradebeispiel für „etwas Spanisches“ im Feld der klassischen Musik, so werden die meisten diese Frage eben mit Bizets unsterblicher Musik beantworten, was den Komponisten und dessen Können gleich noch einmal mehr ehrt – denn Bizet war niemals in Spanien. Eine besondere Popularität erlebte das Werk im ausgehenden 20. Jahrhundert: Das Kino interessierte sich für das Werk und seine Musik und so löste Carlos Saura 1983 mit einem Tanzfilm einen wahren Carmen-Hype aus. In den Jahren danach folgten weitere Filme, Adaptionen als Musical und gerade die Habanera fand nicht nur ein Mal versatzstückhaft Eingang in den ein oder anderen Popsong.

Opéra-comique in vier Akten

Sebastian Jacobs

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Letzte Aktualisierung: 15.10.2019 10:30 Uhr     © 2019 Theatergemeinde KÖLN | Auf dem Berlich 34 | 50667 Köln