Staatenhaus am Rheinpark, Saal 1

Il Viaggio a Reims

Vuvu Mpofu | Sopran
Foto: Owl Artist Management
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konzertante Aufführung
Oper - Gioacchino Rossini

Dem italienischen Komponisten Gioacchino Rossini – frisch gebackener Direktor des Théâtre royal Italien in Paris – kam es nicht ungelegen, dass sich Karl X. am 29. Mai 1825 in Reims zum König salben ließ und die Feierlichkeiten in Paris folgten. Aus diesem Anlass sollten alle Theater der Stadt ein inhaltlich passendes Werk präsentieren. Als Direktor des Italienischen Theaters hatte Rossini nun einen guten Grund, sein Pariser Debüt mit einer italienischen Oper zu geben.

So kam es am 19. Juni 1825 zur Uraufführung von »Il viaggio a Reims« (»Die Reise nach Reims«) im Théâtre Italien – mit einem Staraufgebot an Sängerinnen und Sängern sowie namhaften Instrumentalinterpreten. Besonderer Höhepunkt jedoch war die Anwesenheit von Karl X. und der königlichen Familie. Rossinis »Kantate«, wie er sein Werk nannte, wurde zum Höhepunkt aller Krönungswerke, und Rossinis Frau Isabella berichtete ihrem Schwiegervater, »dass die Oper von unserem Gioacchino ausgezeichnet lief und dass der König gekommen ist und ihm die liebenswürdigsten Dinge gesagt hat …« Auch wenn es die Etikette in Paris verbot, in Anwesenheit des Königs den Künstlerinnen und Künstlern zu applaudieren, bezeugte die Pariser Presse Rossinis großen und unzweifelhaften Erfolg. Für Rossini bedeutete »Kantate« ein ›nicht repertoirefähiges Stück‹ – verständlich, war es doch für die (einmalige) Krönung komponiert. Das heißt aber nicht, dass er sein Erfolgswerk ad acta legte: Weite Teile daraus verwendete er drei Jahre später in »Le Comte Ory«.

In »Il viaggio a Reims« treffen sich internationale Gäste im Badeort Plombières, um gemeinsam zu den Krönungsfeierlichkeiten nach Reims zu reisen. Die Sachen sind gepackt, Eifersüchteleien beseitigt, Liebeserklärungen vernommen – da stellt sich heraus, dass alle Transportmöglichkeiten nach Reims bereits seit Wochen ausgebucht sind! Bestens gelaunt beschließt die Gesellschaft, das Fest vor Ort abzuhalten, die Krönung Karls X. mit Grußbotschaften zu feiern, und am nächsten Tag zu des Königs Fest nach Paris zu fahren …

Rossini war sich dessen bewusst, dass dieses politische Ereignis nicht lange interessieren würde – warum aber ist »Il viaggio a Reims« so beliebt? – Nun, die Oper feiert ganz unpolitisch sich selbst, ihre Gattung, die Musik, die Sängerinnen und Sänger, den Komponisten Rossini. Wie der französische Schriftsteller Stendhal lapidar meinte: »Diese Oper ist ein Fest!«

Dramma giocoso in einem Akt

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So.

22

März

Staatenhaus am Rheinpark, Saal 1 | 22.03.2020 | 18.00 Uhr


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Sa.

28

März

Staatenhaus am Rheinpark, Saal 1 | 28.03.2020 | 19.30 Uhr


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Letzte Aktualisierung: 15.10.2019 10:30 Uhr     © 2019 Theatergemeinde KÖLN | Auf dem Berlich 34 | 50667 Köln