Klosterbasilika Knechtsteden

Eröffnungskonzert: Bachs h-Moll Messe

Konzert

Rheinische Kantorei
Das Kleine Konzert

Hermann Max - Veronika Winter - Verena Gropper - Margot Oitzinger - Tobias Hunger - Felix Schwandtke


Johann Sebastian Bach
H-Moll Messe
für Soli, Chor und Orchester, BWV 232


Die Theile und Vortheile, welche die Ausarbeitung eines musikalischen Stücks mit der Rednerkunst gemein hat, kennet er so vollkommen, daß man ihn nicht nur mit einem ersättigenden Vergnügen höret, wenn er seine gründlichen Unterredungen auf die Uebereinstimmung beyder lenket; sondern man bewundert auch die geschickte Anwendung derselben in seinen Arbeiten schreibt um 1735 der Leipziger Rhetorik-Professor Birnbaum über Bach und ermutigt dazu, Bachs h-Moll-Messe wie eine kunstvolle Klangrede zu verstehen, nämlich über die Auseinandersetzung der Menschen mit Fragen nach Göttlichem.

Sänger und Instrumentalisten der Zeit erlernen in der Schule Redekunst. Sie können gar nicht anders, als aus dem Meer von Vokalen, Konsonanten, Melodiebögen und geschärften Harmonien die Mess-Texte wie neue spannende Geschichten vorzutragen. Vor allem dann, wenn es wie in Bachs Fall gelingt, den Mess-Text mit neuen Ohren hören zu lassen, weil er Einzelworte und ganze Sätze so hervorhebt, dass sich überraschend neuartiges Verständnis einstellt – nicht zuletzt aufgrund der italienischen Forderung um 1600, Sprache als Herrscherin, nicht als Dienerin in der Musik zu behandeln. Nicht nur Bach, ganz Europa ist begeistert, die schauspielerische Kraft der Sprache nutzen zu sollen. Die Kirchenväter sind glücklich, weil sie sich Gewinn für den Glauben versprechen. Publikum und Musiker lieben es, wenn aus dem Vollen geschöpft wird, um alle Sinne mit prachtvoll gesungener Sprache zu erfreuen.

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Letzte Aktualisierung: 15.10.2019 09:30 Uhr     © 2019 Theatergemeinde KÖLN | Auf dem Berlich 34 | 50667 Köln