Staatenhaus am Rheinpark, Saal 1

Faust

Margarethe Ein Fest für Stimmfetischisten, mit literarischem Anspruch
Oper - Charles Gonoud

Deutsche Erstaufführung der Dialogfassung von 1859
Libretto von Jules Barbier und Michel Carré nach Johann Wolfgang von Goethes »Faust I«
Musik von Charles Gounod (1818 – 1893)

Musikalische Leitung: François-Xavier Roth, Arne Willimczik (3., 12. Jun.)
Inszenierung: Johannes Erath
Bühne und Kostüme: Herbert Murauer
Licht: Nicol Hungsberg
Chor: Rustam Samedov
Dramaturgie: Birgit Meyer

Personen der Handlung:

Marguerite
Marthe
Siebel
Faust
Méphistophélès
Valentin
Wagner

Chor der Oper Köln
Gürzenich-Orchester Köln


Handlung

I. Akt
Faust ist alt geworden. In seinem Studierzimmer sitzend grübelt er über den Sinn des Lebens nach, dessen er überdrüssig geworden ist. Er hadert mit Gott und dem Leben und will, indem er zum Giftbecher greift, sterben. In dem Moment hört er von draußen den Gesang junger Frauen. Auf seinen Ruf nach Satan hin erscheint Méphistophélès und verheißt ihm Ruhm und Reichtümer, woran aber Faust kein Interesse hat, denn er begehrt Jugend und Liebe. Méphistophélès lässt das Bild Marguerites erscheinen, über das Faust so sehr fasziniert ist, dass er sich mit seiner Seele dem Satan verschreibt. Er erhält einen Verjüngungstrank und verlässt mit Méphistophélès sein Studierzimmer.

II. Akt
Vor der Stadt findet ein großes Fest statt. Valentin, der Bruder Marguerites, muss als Soldat ins Feld ziehen und betrachtet ein Amulett, das er von seiner Schwester Marguerite bekommen hat. Er bittet seinen Freund Siebel, sich fürsorglich seiner Schwester anzunehmen. Wagner stimmt ein fröhliches Lied an, um die sorgenvollen Gedanken zu vertreiben, wird aber von Méphistophélès unterbrochen, der seinerseits das „Rondo vom goldenen Kalb“ anstimmt. Die gesamte Gesellschaft stimmt mit ein. Anschließend prophezeit er, dass Wagner beim nächsten Festungssturm zu Tode kommen wird und dass auch Valentins Ende nahe bevorstehe. Jede Blume, die Siebel anfasst, wird verwelken. Dann provoziert er Valentin, indem er die Tugend seiner Schwester anzweifelt. Es kommt zum Kampf, doch vermag Valentins Waffe nichts gegen den magischen Schutz, der Méphistophélès umgibt. Erst vor dem Zeichen des Kreuzes weicht er zurück. Die Menge zerstreut sich. Faust erinnert Méphistophélès an die schöne Frau, die er ihm gezeigt hat. Marguerite tritt auf, weist aber das Geleit, das Faust ihr anbietet, zurück.

III. Akt
Siebel möchte Marguerite einen Straus mit Flieder und Rosen schenken, doch schnell welken die Blumen in seiner Hand. Erst nachdem er sie in Weihwasser getaucht hat, ist der Bann gebrochen. Faust und Méphistophélès erscheinen. Méphistophélès legt ein Schmuckkästchen vor Marguerites Tür nieder, das sie bald darauf findet. Sie öffnet sie es und legt den enthaltenen Schmuck an. Während Méphistophélès mit Marthe, Marguerites Nachbarin seine Possen treibt, gelingt es Faust, sich Marguerite zu nähern. Sie bezaubert ihn mit ihrer Reinheit. Faust ist von ihrer Unschuld fasziniert und will sich von ihr entfernen, doch Méphistophélès hält ihn zurück. Beglückt hört Faust die Liebesworte, die Marguerite, sich alleine wähnend, von ihrem Fenster aus leise in die Nacht spricht. Entflammt dringt Faust bei ihr ein, während Méphistophélès teuflisch lachend abgeht.

IV. Akt
Faust hat Marguerite verlassen. Sie beklagt ihr trauriges Los, zumal sie auch noch von ihren Freundinnen verspottet wird. Siebel besucht sie, um sie zu trösten; doch auch der Trost, den sie in der Kirche finden will, wird ihr nicht zuteil. Sie will im Dom die Vergebung des Himmels erbitten, aber Méphistophélès verfolgt sie mit der Stimme ihres schlechten Gewissens. Faust, den seine Untreue reut, versucht mit Marguerite ins Gespräch zu kommen. Doch Valentin, aus dem Felde zurückgekehrt, hat spöttische Andeutungen über seine Schwester gehört und fordert von Faust Rechenschaft. Es kommt zum Duell. Méphistophélès unterstützt Faust im Kampf, so dass er ohne Schwierigkeiten seinen Gegner niederstechen kann. Dann reißt er Faust mit sich fort. Durch das Getöse des Kampfes angelockt, kommen die Nachbarn herbei. Valentin verflucht sterbend seine ehrlose Schwester.

V. Akt
Faust und Méphistophélès befinden sich auf dem Blocksberg zur Feier der Walpurgisnacht. Faust sucht Vergessen bei einem orgiastischen Bacchanal. Durch eine Erscheinung veranlasst - er sieht Marguerites vom Henker bedrohte Gestalt - verlangt er von Méphistophélès, sofort zu Marguerite gebracht zu werden. Die Szene verwandelt sich. Marguerite hat das Kind, das sie von Faust empfangen hatte, getötet und erwartet nun im Kerker den Tod. Mit tiefer Bewegung betrachtet Faust die Schlafende. Sie erwacht und umarmt ihn, durchbebt von der Erinnerung an ihre erste Begegnung. Da erblickt sie den zum Aufbruch drängenden Méphistophélès und Marguerite weicht bei seinem Anblick schaudernd zurück. Faust versucht, sie gewaltsam mitzunehmen, doch sie entzieht sich seinem Zugriff und bricht tot zusammen. Méphistophélès brüllt: „Gerichtet!“, ein himmlischer Chor aber antwortet: „Gerettet!“

Geschichte
„Gounod lernte Goethes Faust-Dichtung bereits um 1828 kennen. Doch erst durch Carrés französische Fassung Faust et Marguerite wurde er zu einer Oper angeregt, die schließlich 1856 bis 1858 in Zusammenarbeit mit dem Librettisten Barbier entstand. Von der Pariser Opéra wurde das Werk abgelehnt, so dass es schließlich am Théâtre-Lyrique seine Uraufführung erlebte. Die Erstfassung wurde im Stile der Opéra-comique aufgeführt, also mit gesprochenen Dialogen. Später wurden diese durch komponierte Rezitative ersetzt. Auch einige Szenen kamen für die Aufführung an der Pariser Oper noch dazu (Romanze des Siebel, Arie des Valentin, Ballettmusik zur Walpurgisnacht, Serenade Méphistophélèss). Diese Version ist die heute noch übliche Fassung der Oper.
Faust war von Beginn an ein großer Erfolg. In den ersten zehn Jahren wurde die Oper alleine an ihrer Uraufführungsstätte etwa 300 Mal aufgeführt, daneben folgten Inszenierungen in Straßburg (1860), Deutschland und Italien (ab 1862). An der Pariser Opéra folgten 3000 Aufführungen.
Die Metropolitan Opera in New York wurde 1883 mit einer Aufführung von Faust eröffnet. Diese Bühne machte sich um die Pflege von Gounods Oper bis heute besonders verdient.“ (Wikipedia)

Dr. Reinhold Wecker

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Letzte Aktualisierung: 19.01.2021 09:30 Uhr     © 2021 Theatergemeinde KÖLN | Auf dem Berlich 34 | 50667 Köln